Hierachie

Die Hierachie

Es gibt bei uns keine Hierachie – wir begegnen uns auf gleicher Ebene, egal wie lange jemand Freimaurer ist, welchen beruflichen oder gesellschaftlichen Rang er einnimmt oder welchen Bildungsabschluss er hat. Das Wort Hierachie, das ja soviel wie „heilige Ordnung“ bedeutet, spielt aber insofern eine Rolle bei uns, als wir die natürliche (= heilige) Stufung der Erfahrungen und Erkenntnisse würdigen. Jemand, der gerade erst ein paar Tage Freimaurer ist, hat noch nicht so viele Erfahrungen, wie jemand, der sich seit Jahrzehnten damit beschäftigt. Deswegen wird man bei uns erst Lehrling, dann nach einiger Zeit Geselle und schließlich Meister.  An dieser Gradeinteilung hängen keine Pflichten oder Vorrechte, die Lehrlinge müssen also nicht den Meistern dienen oder ähnliches.  Und im Übrigen hat mancher Lehrling schon seinen Meister an Erkenntnistiefe überflügelt.

 

Der Chef in der Loge ist der „Meister vom Stuhl“, er leitet die Zusammenkünfte und regelt gemeinsam mit seinen „Beamten“ (=Vorstandsmitgliedern) das Clubleben. „Meister vom Stuhl“ klingt spektakulär, der Begriff verliert seine Skurrilität, wenn man sich vergegenwärtigt, dass noch heute im englisch-amerikanischen Raum die Vorsitzenden einer Gesellschaft oder eines Vereins als „Chairman“ bezeichnet werden.